In der Not frisst der Teufel Kekse

In der Not frisst der Teufel Kekse

In der Not frisst der Teufel Kekse

Ein Pentagram hängt im Walde
ganz still und stumm.
Da kommt ein kleines Schweinchen
und nagt daran herum…

Dank fehlendem Verständnis für Lyrik gehts hier (wohl zum Glück) mit dem Gedicht nicht weiter.

Sondern mit meinem allerersten Gastpost.

Hier bei Arne gehts ja eher in die Richtung Kunst (in welcher Form auch immer)… Ich und Kunst. Tja, wenn man mal den Kunstunterricht in der Schule zu Rate zieht: Ich hatte durchaus gute Noten in Kunst, insbesondere dann, wenn die Lehrer eher Pädagogen als Künstler waren. Weil dann wurden Engagement, Ideen und Kreativität bewertet und nicht das Talent und die Umsetzung. Das Kind ist von oben bis unten mit Farbe beschmiert, es muss eine gute Note bekommen (vollkommen egal, dass die Aufgabe „Fluchtpunkte mit Bleistift“ hieß).

Kunst = Inszenierung?

Ok, inszenieren kann ich! Aber sowas von!

Also kreativ bin ich, mit der Umsetzung muss er leben, jetzt fehlte nur noch eine Idee. Und die Idee kam, von Arne selbst. Die Beiträge hier sind schräg, interessant, skurril und manchmal ein wenig eklig. Was passt da wunderbar dazu? Genau, ein Rezept!

So ein Gastpost soll ja auch Mehrwert bringen und mir ist aufgefallen, dass auf diesem Blog dieser Bereich vollkommen vernachlässigt wird.

Ich hatte vor einiger Zeit einen Blackevilheavymetaldeathdyingbleedingloveofagony-Kuchen gebacken, Arne schlug darauf hin vor, das nächste Mal das Ganze mit einem Pentagramm in der Mitte zu machen. Tja, er kennt mich nicht gut genug, um zu wissen, dass man mit solchen Aufforderungen bei mir sehr sehr vorsichtig sein muss…

Leider fiel mir keine umsetzbare Möglichkeit für ein Pentagramm im Kuchen ein, aber es gibt ja zum Glück noch Sachen, die viel toller sind als Kuchen (nicht viele, aber dennoch). Zum Beispiel Kekse!

Jetzt einfach hier ein schnödes Keksrezept hin zu klatschen wäre aber viel zu langweilig. Ich hab den Anspruch, es muss einfach passen. Was wäre nun passend?

Hm… Arne (und ich) sind ja Metaller. Was ist allgemein so über Metaller bekannt? Hören Krach, sind bescheuert, nehmen den ganzen Tag Drogen, treiben sich nachts auf Friedhöfen rum und machen dort satanische Rituale?

Jo. Stimmt.

Und was braucht man so, wenn man satanische Rituale nachts auf dem Friedhof macht, nachdem man den ganzen Tag Drogen genommen hat?

Ein Pentagramm, das man nach getaner Arbeit verspeisen kann, damit man auch noch am nächsten Tag Drogen nehmen kann und nachts auf dem Friedhof… Ihr habt es verstanden, oder?

Pentagram-Kekse

Nur, woher nehmen? Ich mein im 0815-Supermarkt bekommst das Zeug nicht. Nicht, weil es satanisch und böse ist, sondern… ja, wegen den Zutaten. Ich mein, HALLO! Pentagramm-Kekse macht man nicht eben mit Mehl, Eiern, Zucker und Butter… Da braucht es schon was… spezielleres.

Ich warne euch vor, es ist nicht ganz ungefährlich. Und erwischen lassen solltet ihr euch auch nicht. Aber ich trotze der Gefahr, lache dem Teufel ins Gesicht und stürze mich ins Abenteuer…

Ein Pentagramm wird nicht einfach so gebacken, sondern viel mehr beschworen. Und dafür benötigt es bestimmte Opfergaben. Und Utensilien. Macht euch darauf gefasst, dass eure Küchen sodann aussieht wie ein Drogenlabor…

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Evilböse Monstereier

Als erstes benötigt ihr evilböse Monstereier. Ihr fragt euch jetzt, wie erkennt man evilböse Monstereier? Ihr könnt beruhigt sein, wenn ihr sie seht, werdet ihr sie sofort erkennen. Man muss eben nur da suchen, wo man normaler Eier nicht suchen würde…

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Zwei an der Zahl sollten fürs erste genügen.

Aber es müssen schon die wirklich bösen Eier sein. Und ganz wichtig: Qualvoll hinrichten. Köpfen ist immer gut.

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Kommen wir nun zu den etwas delikateren Zutaten…

Crystalle

Ich will euch nicht hinters Licht führen. Ja, es geht um Drogen!

Dies hier ist eine Droge, die ihr alle kennt, sie ist derzeit sozusagen in aller Munde! Das weiße Gold, verantwortlich für Milliarden von Toten auf der ganzen Welt, einmal eingenommen, bleibt man für sein Leben abhängig. Der Geschmack wird als süß beschrieben, zunächst gibt sie pure Energie, ihr fühlt euch gut und glücklich… aber dann… die Zähne fallen aus, Übergewicht, Aufgedunsenheit, träge und müde… einen Junkie erkennt man sofort… Das perfide ist, die Dealer verstecken das Zeug überall…

Für unsere Kekse brauchen wir es aber in Reinform, wendet euch also an den Dealer eurer Wahl. Ich geh zum Marktführer, ALI D.

Ganz wichtig ist nun die Dosierung.

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Number of the Beast und so.

Anekdote am Rande:

Wenn ihr mal was Spannendes erleben wollt, besorgt euch meine Attitüde (das Tolle an so einen Gastpost ist, endlich mal mit Begriffen um sich zu werfen, die man auf seinem eigenen Blog nicht haben will (und Arne wertet gerne seine Suchbegriffe aus (ich habe den Verdacht, er hat mich nur um einen Gastpost gebeten, weil ich quasi die Königin der dämlichen Suchbegriffe bin und eine Schneise der Skurilitäten durchs WWW hinter mir her ziehe (und er will ein Stück vom Kuchen Keks abhaben) (ich mag auch Klammern und endlose Schachtelsätze (und wenn dann jemand den Überblick verliert kann ich mich beschweren, dass man mir mal wieder nicht zu hört…))))) (könnt ihr noch folgen?) (ich weiß nicht, was das besondere an mir ist, ich will das eigentlich gar nicht, aber mir ist es schön öfters passiert, dass wenn ich dienstlich unterwegs war, man mich der Kripo oder zumindest dem Amt für Öffentliche Ordnung zugeordnet hat…) und dann rein in einen Grown/Head-Shop.

Selten Menschen so subtil in Panik ausbrechen sehen… Dabei wollte ich dort nur kleine Druckverschlussbeutel kaufen…

Staub des Todes

Das nächste Teufelszeug. Genau so gefährlich wie die Crystalle. Die Konsistenz ist etwas anders, ebenso die Auswirkungen, der Verfall setzt etwas langsamer ein, aber eigentlich genauso evil und böse!

Auch hier muss man mit der Dosierung Acht geben… Also beim altbekannten bleiben.

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Bröckchen aus der Unterwelt

Auch dieses Rauschgift ist an Gefahr kaum zu überbieten. Allerdings, so habe ich den Eindruck, wird sein Risiko derzeit eher gering bewertet?! In den 90ern war es die Droge schlecht hin! Heute sind es wohl eher die Crystalle. Nichtsdestotrotz: Gefährlich! Gesundheitsschädlich! Tödlich!

Wichtig ist hierbei die Vorgehensweise, die Bröckchen müssen aufgelöst werden, damit sie sich mit dem anderen Teufelszeug besser verbinden können.

Anfänger schmelzen sie im Topf, Fortgeschrittene in der Mikro-Welle, aber für richtige Teufelspro‘s gibt es nur einen Weg:

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Dauert zwar etwas, aber dafür wird’s dann eben auch teuflisch gut…

Und dann, die Geheimzutat. Lebensmittelfarbe. :D

Ihr vermengt es, knetet es, wer will, darf auch ein wenig Blut hinzufügen (aber da ich nicht weiß, ob Arne Vegetarier ist, hab ich mal sein lassen).

Da es sich bei den Zutaten um Basis-Böse Zutaten handelt, nimmt der Teig wie von Geisterhand die Gestalt des Herzen des Fürsten der Finsternis an.

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Verzagt an dieser Stelle nicht… spürt seinen Herzschlag… spürt die Macht… wickelt es in Frischhaltefolie und stellt es für eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Nun kommt der schwierige Teil. Das Formen und Anordnen. Zum Glück hab ich ein Ipad und Google. Damit auch ich weiß, wie Pentagramme aussehen.

Solltet ihr zwischendurch erschöpft sein, werft einfach ein paar bunte Pillen ein.

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Wenn die Pentagramme fertig sind, und ihr noch Teig über habt (oder einfach keinen Bock mehr, weil ausgerechnet heute der heißeste Tag des Jahres (39°!!!!) ist), könnt ihr kleine Blutegel formen. Kommen immer gut an. Auch hier wieder wichtig: Die Anzahl.

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Ebenfalls im Bild: Kleine Kackhaufen (Anmerkung für Arne: Wenn das mit den Pentagrammen nicht hingehauen hätte, wär dies ein Post über selbstgebackene Kackhaufen geworden, also Glück gehabt?!)

Wenn alles soweit ist, für ca. 10 Minuten ins Fegefeuer schieben, warten, rausholen, abkühlen lassen.

Und Tada: Pentagramm-Kekse! Damit seit ihr der Held auf der nächsten Friedhofsparty! Und falls dann ne Razzia stattfindet, einfach schnell aufessen!

In diesem Sinne: Lasst die Finger von so Zeug, man kann auch ohne Spaß haben.

Hier noch ein Tipp am Rande: Falls ihr auch auf so eine Idee kommt und es toll inszenieren wollt. Macht es nicht im Sommer… Gibt es nix besseres, als in Lederklamotten bei 36° durch die Gegend zu stapfen und drei Bäume zu suchen, die in der richtigen Perspektive wie ein Wald aussehen. Während Spaziergänger an euch vorbei schlendern und etwas komisch schauen…

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PS: Hat jemand Bedarf für 88 sehr kleine Druckverschlussbeutel?

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