Feuer frei! Mein Halloween-Kürbis in Flammen

halloween, pumpkin, ack-o-lantern

Grusel-Grusel

Hier nun mein Beitrag zur „Kürbis und Flammen“-Blogparade, die ich gemeinsam mit Sarah ins Leben gerufen habe.

Die Regeln sind ganz einfach und lauten wie folgt:

  • Bringe diese beiden Dinge [Kürbis & Feuer] irgendwie zusammen
  • Mach ein Bild/Video davon
  • Schreibe einen Beitrag darüber

Für mich selbst habe ich noch eine Spezial-Regel hinzugefügt:

  • Stelle dich nicht so dumm an wie beim letzten Mal und verbrenn Dich nicht wieder selbst.
Kürbis, Pumpkin, Jack o Lantern, Halloween

„Feuer gefällig?“ – Version 2014
(Quelle: aKerlin)

Warum gerade diese Regel ganz besonders wichtig ist, kannst Du hier bei dem Bericht von meinem letztjährigen Halloween-Kürbis-Versuch nachlesen, der übrigens auch der Anstoß für die diesjährige Wiederholung war.

Von kleineren Rückschlägen lasse ich mich ja bekanntlich nicht entmutigen.

Getreu dem alten Sprichwort

wollte ich dieses Mal alles noch ein bisschen spektakulärer machen, ohne die Fehler vom letzten Jahr zu wiederholen.

Vorüberlegungen

Ein Problem im letzten Jahr war, dass das Feuer zu stark und unkontrolliert loderte. Damals habe ich als Brennstoff eine Mischung aus Stroh und einigen Teelichtern verwendet. Diese brannte kurz, heftig und stark flackernd, was zum Fotografieren nicht gerade günstig ist.

Dieses Mal habe ich mich für nur ein Teelicht als Anzünder und ansonsten alte Exemplare einer großen deutschen Tageszeitung entschieden. Dadurch lässt sich das Abbrennen viel besser kontrollieren und es brennt etwas gleichmäßiger. Für den extra Flammenkick habe ich das Papier vorsichtig in Lampenöl getränkt. Die Flammen werden größer, aber auch hier lässt sich der Effekt über die Menge ganz gut steuern.

Außerdem habe ich mir dieses Mal zur Sicherheit die Liebste mitgenommen, die ausgebildete Oberfeuerwehr-Frau ist und mich beim Zündeln fachkundig unterstützt hat. Dieses Jahr also keine unkontrollierten Feuerbälle…

halloween, pumpkin, jack-o-lantern

Fliegender Geister-Kürbis durch Wackler am Stativ
Canon EOS 600D, 50mm, f2.2, ISO 100, 5 Sek.
(Quelle: aKerlin)

Beim letzten Versuch war es mir wichtig, dass man noch was vom Hintergrund sieht. Das habe ich dieses Mal aufgegeben, da das nur mit sehr langen Belichtungszeiten zu machen ist. Wie sich dies mit flackernden Flammen verträgt, hat man bereits gesehen.

Die Idee war ja, das man möglichst gut und viele Flammen sieht. Das wirkte sich auch aufs Schnitzen aus. Habe ich beim letzten Mal zu Gunsten eines geringeren Hell-Dunkel-Kontrastes die Augen noch Schicht für Schicht abgetragen und eine dünne Wand stehen lassen, habe ich den Mund deutlich größer gemacht und die Augen komplett ausgeschnitten.

So hat man einen besseren Blick auf das Inferno im Inneren und das Feuer bekommt mehr Sauerstoff. Außerdem habe ich den Deckel ziemlich schnell weggelassen, damit die Flammen nach oben aus dem Kürbis schlagen können.

Dies führt zu einem helleren Licht und damit zu einer niedrigeren ISO und kürzeren Belichtungszeiten, was der Schärfe im Bild und der Abbildung der Flammen nur entgegenkommt. Durch den hellen Schein vom Feuer sieht man nun tatsächlich doch auch was von der Umgebung.

So weit der Plan. Nun die Umsetzung.

Schnitzen des Halloween-Kürbis

Die Zutaten sind im Grunde die selben wie im letzten Jahr. Diesmal war ich so klug, gleich einen innen hohlen Schnitzkürbis zu nehmen, um mich nicht wieder durch den sehr widerspenstigen Hokkaido kämpfen zu müssen.

halloween, pumpkin, scary face

Wichtig: Große Augen und offener Mund
(Quelle: aKerlin)

Das Gesicht habe ich mit einem Kugelschreiber grob aufgemalt und dann mit einem spitzen Küchenmesser ausgeschnitten. Das sieht ein bisschen grob aus, aber leider hatte ich kein „Kürbisschnitzset“, wie z.B. Verena, und er kann sich auch nicht mit den kunstvollen Kürbissen von Kathi messen, aber für meine Zwecke reicht es.

Und er ist definitiv schöner geworden als beim letzten Mal.

Nach dem Abwischen der restlichen Linien sah das Prachtstück dann so aus.

halloween, pumpkin, scary face

Noch lacht er…
(Quelle: aKerlin)

Feuer frei!

Da wir keinen Garten haben, sind wir dann mit Sack und Pack an einen geheimen Ort gezogen.

camera, stativ

Kalt wars…
(Quelle: aKerlin)

Wichtig war, dass der Boden nicht ganz so langweilig aussieht, das Laub aber möglichst feucht ist. Wir wollen ja das Feuer nur im Kürbis und nicht auf der ganzen Wiese. Außerdem sollte es möglichst dunkel und abgelegen sein. Nicht das noch jemand die Feuerwehr oder so ruft.

Der Aufbau war dann relativ simpel. Während des Zündelns bin ich mit dem Stativ immer noch ein bisschen hin und her gerückt, da ich ein paar unterschiedliche Blickwinkel zur Verfügung haben wollte.

halloween, pumpkin, jack-o-lantern

Als würde er sich freuen
Canon EOS 600D, 50mm, f2.2, ISO 100, 0.4 Sek.
(Quelle: aKerlin)

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Die brennende Zeitung im selig lächelnden Kopf hat fast schon was Philosophisches
Canon EOS 600D, 50mm, f2.2, ISO 100, 0.8 Sek.
(Quelle: aKerlin)

Nachdem ich gesehen habe, was für eine wunderschöne Stichflamme Sarah erzeugt hat, konnte ich es mir natürlich nicht nehmen lassen, dass auch zu probieren.

halloween, pumpkin, jack-o-lantern

WUSCH!
Canon EOS 600D, 50mm, f2.2, ISO 100, 1.3 Sek.
(Quelle: aKerlin)

Fazit

Es war auch dieses Jahr ein großer Spaß!

Halloween, Kürbis

Nur Asche im Kopf
(Quelle: aKerlin)

Niemand wurde verletzt und nichts, was nicht sollte, hat Feuer gefangen. Es war gut, die Liebste dabei zu haben, denn sie weiß deutlich besser mit Feuer umzugehen als ich.

Es hat alles so geklappt, wie ich es mir vorgestellt habe. Allerdings habe ich auch schon ein paar Ideen fürs nächste Jahr!

Noch bis zum 8. November kannst Du dich an der Blogparade beteiligen. Du hast sicherlich noch Deko über und weißt nicht, wohin damit. Feuer wäre eine Lösung und auch chemische Ansätze wie bei Kathi finde ich äußerst spannend…

Alle Infos und was es zu gewinnen gibt, findest Du hier im Aufruf zur Halloween-Blogparade. Dort findest Du auch schon einige tolle Beiträge zur Inspiration. Ich freue mich über die, die es schon gibt und auf die, die da noch kommen mögen.