Oktober: Auf den Spuren der Geschichte

Sightseeing, Berlin, Berliner Mauer, Berlin Wall

Blick über die Mauer 218mm, f13, 1/30 Sek., ISO200

Schluss mit dem Gemecker! Das „magische Motto“ für den Oktober ist einfach großartig! Das Motto, das mir mit Abstand bisher am besten gefällt.

Auf den Spuren von Geschichte und Vergangenheit

paleica

Hier in Berlin kann man gar nicht anders, als bei jedem Schritt auf Spuren von Geschichte und Vergangenheit zu stoßen. Hier ist so unglaublich viel passiert und jedes Ereignis, jede Phase, hat ihre Spuren hinterlassen. Dieses Mal hatte ich wirklich die Qual der Wahl und eine sehr große Auswahl!

Wo sich Geschichten überschneiden

Entschieden habe ich mich letztendlich für einen Ort, der während zwei der bestimmenden Epochen in dieser Stadt eine wichtige Rolle spielte.

Die Berliner Mauer

In der Niederkirchnerstraße steht, direkt neben dem imposanten Gropius-Bau, parallel zur Straße ein Stück der Berliner Mauer. Der Zahn der Zeit und des Tourismus nagt ständig an dem Bauwerk, sodass sich mittlerweile an vielen Stellen Risse und Löcher gebildet haben. Dennoch bekommt man einen Eindruck von den Ausmaßen und davon, was es damals bedeutet haben muss, als sich die Mauer mitten durch Berlin zog.

Sightseeing, Berlin, Berliner Mauer, Berlin Wall, Touristen

„Auf der anderen Seite“
249mm, f5.6, 1/125Sek., ISO200
(Quelle: aKerlin)

Gestapo-Hauptquartier und Topographie des Terrors

Direkt hinter der Mauer, wo sich im 3. Reich das Hauptquartier der „Geheimen Staatspolizei“ befand, ist jetzt das „Topografie des Terrors“-Museum. Wer da mal vorbei kommt, sollte sich das unbedingt anschauen. Die Ausstellung nimmt einen ziemlich mit und im Außenbereich kann man noch die Grundmauern und Einfahrt der Gebäude erkennen.

An dieser Stelle treffen also die Nazis, Sozialisten und Touristen zusammen. Eine spannende Mischung an diesem geschichtsträchtigen Ort und jeder hinterlässt dabei seine Spuren.

Sightseeing, Berlin, Berliner Mauer, Berlin Wall, Touristen, Bus

„Berlin Sightseeing“
70mm, f13, 1/40Sek., ISO 200
(Quelle: aKerlin)

Touristen auf den Spuren von Geschichte und Vergangenheit. Vor gar nicht all zu langer Zeit war das hier, wo jetzt Busse mit Touristen im Minutentakt vorbei fahren, noch Todesstreifen – inklusive Schießbefehl.

Man kommt schnell ins Philosophieren, wenn man sich vorstellt, wie es hier vor 30, 50, 100 oder 200 Jahren war und wie es in 30, 50, 100 oder 200 Jahren sein wird. Wer bis dahin hier noch so alles seine Spuren hinterlassen haben wird und wessen Spuren verschwunden sein werden. Was glaubst Du?

Spuren bei Anderen

Auch im Oktober habe ich wieder einen Blick in die Teilnehmerliste geworfen und geschaut, was andere so gemacht haben.

Sehr beeindruckend finde ich den Blick in die Vergangenheit von Indien und Nepal, den uns Dosenkunst-Jörg zeigt. Bei Tobias’ „Empire of Lights“ kann man nicht nur spannende Architektur-Fotos sehen, sondern auch gleich noch was lernen. Ich hab mit dem Fotografieren von Gebäuden so meine Probleme, Tobias zeigt, wie es geht.

Ebenfalls um Architektur, allerdings mit einem ganz anderen Ansatz, geht es bei Noras Besuch in einem Freilichtmuseum. Tolle Fotos und sehenswerte Beispiele dafür, wie stark sich das Leben der Menschen in den letzten 100 Jahren verändert hat. Auf die Couch bin ich allerdings ziemlich neidisch… Zu den alten Häusern passen die Fotos von Caro, die sich einem Objekt gewidmet hat, das damals ganz selbstverständlich zum Alltag gehörte, heutzutage aber wohl kaum noch jemand benutzt. Gerade deshalb kann ich ihre Faszination für das Waschbrett sehr gut nachvollziehen.

Und auf wessen Spuren wandelst Du?