Top 5 September – Bosch, Feuer, Krebs und Brüste

Emu, Nandu, Vogel, Bird

Ein seltsamer Vogel

Nachdem ich im August sehr viel unterwegs war, war der September geprägt von Arbeit und Familienbesuch.

42 Swing Time, Flyer, Swing Party, Vali Racz

Beide Flyer zusammen
(Quelle: aKerlin)

Das waren alles sehr nette Tage, allerdings ist dabei wenig Berichtenswertes passiert. Zudem war die Vorbereitung auf „42 Swing Time“ das dominierende Thema. Dazu dann aber im nächsten Monatsrückblick mehr.

Immerhin eine Ausstellung habe ich geschafft.

Hieronymus Bosch – VisionsAlive

Die Werke von Hieronymus Bosch faszinierten mich schon immer. Ich liebe diesen Detailreichtum und die unzähligen mehr oder weniger offensichtlichen Symboliken in seinen Gemälden. Leider sind die oft so versteckt, dass man sie ohne Anleitung nicht entschlüsseln kann. Außerdem wird man von der schieren Anzahl an Kreaturen und Gebilden schlicht erschlagen. Und genau dort setzt die Ausstellung an.

Hieronymus Bosch, Ausstellung, Berlin, VisionsAlive

Großflächige Animation und Projektion einzelner Bildelemente
(Quelle: aKerlin)

Die Ausstellung dreht sich um das wohl berühmteste Werk von Bosch – dem „Garten der Lüste“.

Sie beginnt mir einer Einführung in das Leben und die Zeit des Künstlers. Außerdem hat man die Möglichkeit sich auf einem großen Touchscreen Erklärungen zu einzelnen Figuren(-Gruppen) anzeigen zu lassen. Schon damit kann man sich eine ganze Weile beschäftigen.

Das Kernstück sind allerdings riesigen Projektionen, die einzelne Figuren aus dem „Garten der Lüste“ herausgreifen. Diese sind dezent animiert, rollen mit den Augen oder bewegen Gliedmaße. So wird das Bild plötzlich lebendig und viel einfacher aufzunehmen, da man nicht auf Standbilder schaut. Durch das Herausheben einzelner Kreaturen kann man das Gesamtwerk in all seinen Details erst richtig erfassen und die Bewunderung für Bosch steigt mit jeder Minute.

Mir hat die Ausstellung sehr gut gefallen und ich kann nur jedem empfehlen die Chance zu nutzen und sich die ebenfalls anzuschauen. Der Eintrittspreis beträgt zwar stolze 12,50€, aber dafür bekommt man auch eine Menge geboten. Ich würde allerdings versuchen da unter der Woche tagsüber hinzugehen, damit man die Ausstellung in Ruhe auf sich wirken lassen kann.

Top 5 im September

#5: Feuer frei! Mein Halloween-Kürbis in Flammen

halloween, pumpkin, jack-o-lantern

Als würde er sich freuen
(Quelle: aKerlin)

Der Herbst und damit auch Halloween stehen vor der Tür. Offensichtlich sind derzeit viele Leute auf der Suche nach Tipps rund ums Schnitzen und Verbrennen von Kürbissen. Da freut es mich natürlich sehr, dass meine Kürbisschnitzerei und Zündelei auf Interesse stößt.

halloween, pumpkin, scary face

Noch lacht er…
(Quelle: aKerlin)

Entstanden ist der Beitrag damals anlässlich einer Blogparade zum Thema „Kürbis und Flammen“, die ich gemeinsam mit Sarah von Flaneurin.de (hier die Zusammenfassung) organisiert habe. Eigentlich sollten wir das dieses Jahr wieder machen, oder was meinst Du?

#4: 42 Swing Time – Jubiläums-Flyer und Poster

42 Swing Time, Flyer, Swing Party, Grammophon, Schellack Platte

Zusammen, was zusammen gehört
(Quelle: aKerlin)

„42 Swing Time“ war eines der bestimmenden Themen für mich, da auf den letzten Metern doch noch einiges vorbereitet werden musste. Da freut es mich natürlich, dass euch der „42 Swing Time“-Flyer und das Poster so gut gefallen haben.

Wer mehr über die Veranstaltung wissen möchte, schaut einfach hier auf unsere Website oder hier auf die facebook-Seite.

#3: Fotografieren in Prag

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Jesus und der Papst
(50mm, f2.2, 1/30 Sek., ISO 400)
(Quelle: aKerlin)

Schon oft hier in den Top5 gewesen und ich freue mich jedes Mal wieder. Prag ist so eine schöne Stadt – gerade zum Fotografieren – da darf mein Foto-Reisebericht hier gerne immer wieder erscheinen.

Noch mehr Reiseberichte findest Du hier unter dem Schlagwort „Reise“.

#2: Fleshlettes – Kreaturen aus Körperteilen

fleshlettes, tonya, jonathan payne

Fleshlette Tonya
(Quelle: Jonathan Payne / http://www.paynesculptures.com/)

Ebenfalls mittlerweile ein Evergreen der meistgelesenen Beiträge. Die abgefahrenen „Flehlettes“-Skulpturen von Jonathan Payne.

Auch nach all den Jahren kann mich immernoch drüber amüsieren!

#1: Fuck Cancer Festival 2017 – Das Flyerdesign

Fuck Cancer Festival, Benefiz Sternenbrücke, Flyer

Love Metal! Hate Fascism! Help Children!
(Quelle: aKerlin)

Es freut mich sehr, dass es ausgerechnet dieser Beitrag auf den ersten Platz geschafft hat.

Das „Fuck Cancer“-Festival ist für mich nämlich nicht nur gestalterisch eine spannende Aufgabe, sondern mittlerweile auch eine echte Herzensangelegenheit. Ich finde es großartig, was die Organisatoren dort auf die Beine stellen, mit wie viel Elan sie da zu Werke gehen und das ich auch wieder ein Teil des Ganzen sein darf.

Die ganze Geschichte gibt es in meinem Beitrag zum Design der Flyer/Poster des „Fuck Cancer“-Festivals 2017. Außerdem solltest Du einen Blick auf die facebook-Seite zum Festival werfen und auch gleich mal bei der Veranstaltung auf „Teilnehmen“ drücken und alle Deine Kontakte einladen.

Lesetipps aus dem September

Bloggen und Social Media

Ich nutze meinen Twitter-Account eigentlich eher als Beobachter und zum Teilen meiner Beiträge. So richtig aktiv bin ich da nicht. Wahrscheinlich ist das der Grund dafür, dass die ganze „Siff-Twitter“-Debatte irgendwie an mir vorbei gegangen ist.

Spannend fand ich aber diesen Beitrag aus dem „Nerdcore“: Inside Sifftwitter: Ein Twitter-Troll erklärt das Trollen. Dort berichtet ein „Troll“ aus seiner Perspektive.

Es stellt sich bei diesen Punkten die Frage, ob Trollen wirklich nur Krebs im Netz zugunsten eines flüchtigen Grinsens ist, oder ob da mehr dahinter steckt. Und ich glaube letzteres. Trollen ist die Eskalation, die auftritt, nachdem eine Person Kritik durch Vorwürfe ad hominem kontert.

nerdcore.de

Auch wenn ich längst nicht mit allem konform gehe, kann ich einzelne Punkte zumindest nachvollziehen. Es ist interessant mal die andere Seite zu sehen. Auch ich erwische mich ab und an dabei, dass auf die im Text genannten Trigger anspringe und gewillt bin darauf zu reagieren. Tatsächlich etwas verfassen tu ich dann doch sehr sehr selten, da dieser Kreislauf aus Aktion – Reaktion – Gegenreaktion im Netz eigentlich immer auf Eskalation und „viel Lärm um nix“ hinausläuft. Genau so wenig, wie geteilte „tiefsinnige Sprüche auf Sonnenuntergang“-Fotos die Welt besser machen, wird niemand sein Leben reflektieren, überdenken oder gar ändern, nur weil ihr oder ihm ein Mr. Unbekannt übers Netz einen Kommentar schreibt. Am Ende des Tages kann ich mit meiner Zeit einfach besseres anfangen.

Gut gefallen hat mir auch der Artikel „Warum die mit dem Bloggen aufhören solltest…“ von theBigBone.

Reichweite erzielen, Kunden dazu gewinnen und mit nervenden Pop-Ups deinen Unterhalt verdienen. Das wäre mal geil! Dann stellt sich irgendwann die Erkenntnis ein: Die Leute interessieren sich einen Scheissdreck für dich und dein Geschreibe.

TheBigBone

Auch wenn dieser wieder einer dieser „Früher war beim Bloggen alles besser“-Beiträge ist, so ist er doch erfrischend witzig zu lesen. Und man muss ja auch sagen… Früher war schon alles besser…

Typografie und Drucktechnik

Das gegossene Bleilettern bzw. -zeilen genutzt wurden, ist schon eine Weile her und eigentlich bin ich ganz froh darüber. Allerdings ist es spannend zu sehen, mit was für einem Aufwand das damals verbunden war und wie viel Handwerkskunst da noch drin steckte.

Deshalb habe ich mich sehr über dieses Video gefreut, dass das letzte Mal zeigt, als die „New York Times“ mit Bleibuchstaben gedruckt wurde. Der Film stammt aus dem Jahre 1978 ist damit auch ein spannendes Zeitdokument.

Autos und der mighty KITT

Aus meinem Faible füe David Hasselhoff und besonders seine Rolle als Knight Rider habe ich hier ja nie einen Hehl gemacht. Zu gerne würde ich mal eine Runde im „Knight Industries TwoThousand“ drehen. Das das in Wirklichkeit gar nicht so einfach ist, zeigt dieses sehr unterhaltsame Video.

As you’ll see in the video below, the cramped space makes getting in an out an ordeal, while the yoke has a tendency to collide with the driver’s junk during turns. In addition, visibility is hampered thanks to the computer console on the roof and the absence of a rear view mirror.

nerdapproved

Und auch wenn ich mir alle Knochen brechen und die Hoden quetschen würde, ich würd’s trotzdem probieren!

Titten, Brüste, „Boobs“

Warum werden weibliche Brüste im englischen „Boobs“ genannt? Dieser interessanten Frage, über die ich mir zugegebenermaßen vorher noch nie Gedanken gemacht habe, wird in diesem Video von „Today I found out“ nachgegangen. Und da es hier eh viel zu wenig Busen-Content gibt…

Suchbegriff des Monats

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– unbekannter Suchender

Nein Danke!